Raymarine gehört aus guten Gründen zu den führenden Anbietern von Autopiloten für Segelyachten und Motorboote. Jahrelange Autopilot-Erfahrung, permanente Forschung und Entwicklung: So erreichen Raymarine Autopiloten ein neues Level bei der präzisen und sicheren Steuerung von Booten.

Evolution Autopilot-Systeme verwenden die überragenden Evolution AI™-Steuerungsalgorithmen.


Unsere Autopilot-Systeme: Perfekte Steuermänner für jedes Boot

Du willst wissen, wozu ein Autopliot auf einem Segelboot oder einer Motoryacht dient? Wir erklären es dir hier ausführlich.

Ein Autopilot ist eine automatische Steuerungsanlage für Boote, egal ob Motorboot oder Segelyacht.

Und das funktioniert so: Du gibst deinem Autopiloten einen Kompasskurs vor. Dieser errechnet dann den aktuellen Kurs und führt nötige Kurskorrekturen von selbst durch.

Das Funktionsprinzip von Marine Autopiloten. Eine Steuereinheit wird mit Kompassdaten gefüttert und gleicht diese permanent an die Ruderanlage aus

Wie erhält das Autopilotsystem seine Daten?

Die meisten Autopiloten verwenden einen elektronischen Kompass (Sensor) und werden zusätzlich mit GPS Daten gefüttert.

Außerdem können externe NMEA2000 Datenquellen wie z.B. Windsensoren zur Kursoptimierung genutzt werden. Vorteil: Damit kann der Autopilot dein Boot nach dem Wind steuern.

Brauche ich für mein Boot unbedingt eine Autopilot-Steuerung?

Natürlich lässt sich das meiste im Leben immer noch manuell erledigen, aber ein Autopilot ist ein großartiges Upgrade für jedes Boot und bietet enorme Vorteile.

Die Vorteile von Autopiloten für Boote sind enorm. Hier erklären wir die unterschiedlichen Typen

Unsere Erfahrung: Einmal Autopilot, immer Autopilot.

Autopiloten lassen sich für unterschiedlichste Anwendungen auf See einsetzen:

  • Lange Segeltörns: Echte Fahrtensegler profitieren von einem Autopiloten ganz besonders. Gerade, wenn du mit kleiner Crew auf See bist, ist der Autopilot eine unglaubliche Erleichterung. Dadurch ist eine permanente Ruderwache nicht mehr erforderlich.
     
  • Regattasegeln: Dein Autopilot kann so eingestellt werden, dass er schon auf kleinste Abweichungen reagiert und sofort gegensteuert. Bei Regatten kann das über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
     
  • Bootsangeln: Auch hier ist ein Autopilot einfach unschlagbar. Du hast damit nämlich beide Hände zum Angeln frei.

Welche Autopiloten für Boote gibt es und welcher ist für mich der richtige?

Es gibt prinzipiell drei unterschiedliche Typen von Autopilot Systemen:

  • Pinnenpiloten
  • Radpiloten
  • Einbaupiloten4

Hier siehst du schematisch wie ein Pinnenpilot (auch Tiller Pilot genannt) direkt mit dem Steuergestänge an deiner Pinne montiert wird.

So funktioniert ein Pinnenpilot Autopilot für Boote: Das Lenkgestänge wird direkt an die Pinne oder den Tiller bei Motorbooten gehängt.

Und so wählst du den für dich geeigneten Autopiloten aus:

Um den richtigen Autopiloten auszuwählen, musst du dir über die wichtigsten Daten zu einem Boot im Klaren sein:

Wie hoch ist die Verdrängung deines Bootes?

Ganz wichtig: Arbeite hier mit realistischen Daten. Dein Boot hat laut Herstellerangabe eine Verdrängung von 10 Tonnen?

Dann rechne die Beladung mit hinzu. 20 % solltest du immer aufschlagen! Rechne also besser mit 12, statt mit 10 Tonnen.

Liegt dein Boot schwer oder leicht am Ruder?

Der Antrieb deines Autopiloten muss das Ruderblatt schnell und mühelos von hart auf hart umlegen können.

Dauert das zu lange oder wird der Antrieb überlastet, nützt dir der beste Autopilot nichts.

Umgekehrt ebenfalls nicht optimal: Ist der Autopilot-Antrieb zu groß, reagiert dein Boot zu stark auf Korrekturen. Es beginnt dann schnell damit, sich aufzuschaukeln.

Die günstigste Form des Autopiloten: Der Cockpitpilot (Pinnenpilot oder Radpilot)

Du bist in erster Linie Schönwetterfahrer und suchst nach einer leicht installierbaren Lösung? Du nutzt dein Autopilot-System als komfortable Entlastung auf dem Angelboot, der Jolle oder Kleinsegler?

Dann eignet sich für dich ein Pinnenpilot (Tillerpilot) oder ein Radpilot.

Das funktioniert beides recht einfach.

Bei der Pinnensteuerung wirkt eine elektrische Schubstange mechanisch auf die Pinne.

Bei einer Radsteuerung dreht ein elektrisch angetriebener Zahnriemen dein Steuerrad.

Zu den Cockpitpiloten gehören neben Tiller Piloten auch Radpiloten oder Wheel Drive Autopiloten

Vorteil: Cockpitpiloten sind ohne großen Aufwand montierbar und häufig günstiger in der Anschaffung.

Nachteil: Pinnenpiloten (Tillerpiloten) und Radpiloten bieten dir keinen starken Antrieb. Auf hoher See und bei starkem Wellengang sind sie eher ungeeignet.

Bekannte und in der Praxis gut funktionierende Cockpitpilot-Systeme: Raymarine ST Serie, Raymarine EV 100 Serie, Simrad TP Serie und der Raymarine EV 100 Radpilot.

Die Autopilot-Profis: Einbaupiloten sind auch für große Boote geeignet

Schlechte Wetterverhältnisse, hoher Seegang? Mit einem starken Einbaupiloten bist du für lange Törns perfekt ausgerüstet.

Die Antriebe solcher Autopiloten sind hart im Nehmen und verfügen über viel Kraft.

Hydraulische Linearantriebe z.B. bieten einen Schub von bis zu 1,2 Tonnen.

Damit kannst du ein großes Boot mit einer Verdrängung von bis zu 35 Tonnen auf Kurs halten.

Einbaupiloten gibt es mit hydraulischer oder elektromechanischer Steuerung. Wird dein Boot per Seilzug oder Schubstange gesteuert, kommt ein Getriebemotor zum Einsatz (nennt man auch Rotary-Antrieb).

Was ist was? Die unterschiedlichen Antriebsarten für Einbau-Autopiloten kurz erklärt.

Autopilot mit Hydraulikantrieb

Hier wird das Ruder per Hydraulikpumpe und Hydraulikzylinder bewegt. Kaufst du einzelne Komponenten, musst du darauf achten, dass der Kurscomputer genügend Schaltleistung bietet, um die Hydraulikpumpe bedienen zu können.

Autopilot mit hydraulischem Linearantrieb

Hydraulische Linearantriebe werden auf größeren, mechanisch gesteuerten Schiffen eingesetzt. Damit können Boote mit einer Verdrängung von bis zu 35 Tonnen gesteuert werden. Hydraulische Linearantriebe brauchen entsprechend viel Leistung. Hier ist ein Kurscomputer mit sehr hoher Schaltleistung nötig.

Autopilot mit mechanischem Linearantrieb

Mechanische Linearantriebe werden besonders häufig auf Segelyachten verwendet. Sie sind sehr kompakt und können bei Booten mit einer Verdrängung von bis zu 20 Tonnen eingesetzt werden. Die Montage erfolgt unter Deck und der Antrieb wirkt über eine Hilfspinne oder einen Quadranten direkt auf das Ruder. Die Montage ist hier um einiges aufwändiger und sollte unbedingt fachmännisch durchgeführt werden.

Autopilot mit Getriebemotor (Rotary-Antrieb)

Autopiloten mit Getriebemotor, sogenannte Rotary-Antriebe, werden bei Segel- oder Motorbooten verwendet, die über eine Seilzug- oder Schubstangensteuerung verfügen. Das sind meist Boote mit einer Verdrängung von bis zu 20 Tonnen. Dabei wird das Ruder über eine Kette und ein Zahnrad bewegt. Dazu kann es nötig sein, das Steuersystem an Bord anzupassen.

Autopilot für Außenborder mit Seilzugsteuerung

Auch für Außenborder mit Seilzugsteuerung gibt es die Möglichkeit der Autopilot-Steuerung.

Hier ist die Montage sogar ziemlich einfach. Das Steuerkabel der Lenkung wird durch den Autopilot-Antrieb gelegt und der Antrieb wird dann direkt hinter dem Steuerrad montiert.

Die Summe aller Teile: Das sind die Komponenten eines Autopilot-Systems

Im Prinzip sind modernen Autopiloten für Segelboote oder Motorboote sehr ähnlich aufgebaut.

Autopilot-Antrieb: Dieser Teil ist für die Einstellung des Ruders zuständig.
Kompass-Sensor: Das ist nicht nur ein einfacher Richtungsanzeiger. Der Sensor misst die Schiffsbewegungen in alle Richtungen und liefert die Daten zur optimalen Berechnung der Ruderbewegung.
Kurscomputer: Das ist die Schaltzentrale des Autopilot-Systems. Hier gehen sämtliche Daten ein, der Kurs wird überprüft und angepasst, der Autopilot-Antrieb wird entsprechend eingestellt.
Bedienelement: Das ist deine Schnittstelle zum Autopiloten. Hier nimmst du sämtliche Einstellungen vor. Das Bedienelement kann bei einigen Systemen durch ein Multifunktionsdisplay ersetzt oder ergänzt werden. Auch die optionale Bedienung per Fernbedienung ist möglich.

Muss man einen Autopiloten kalibrieren und braucht man einen Ruderlagengeber?

Einfache Antwort zum Kalibrieren: Ja, aber!

Bei modernen Autopilotsystemen ist der Durchlauf einer langwierigen Kalibrierungsroutine vor dem Start nicht mehr nötig. Die Deviation (Abweichung) und das Steuerverhalten werden vom Kompass-Sensor automatisch während der Fahrt ermittelt.

Die Kalibrierung macht dein Autopilot-System dann komplett selbstständig.

Ein Ruderlagengeber ist in vielen Fällen nicht erforderlich. Bei solchen Autopiloten wird die Ruderposition automatisch ermittelt. Sie wird einmalig manuell kalibriert.

Jetzt wird der Kurs gesetzt: Wie man einen Autopiloten bedient.

Über das Autopilotdisplay, also das Bedienelement deines Einbaupiloten kannst du den Kurs einstellen oder korrigieren.

Das Autopilot Display dient als Bedienteil für den Autopiloten deines Bootes.

Hier lassen sich noch zahlreiche andere Einstellungen vornehmen und du kannst den Autopiloten ein- oder ausschalten.

Das lässt sich natürlich auch komfortabel per Multifunktionsdisplay erledigen.

Dazu kannst du Wegpunkte oder Routen direkt an den Kurscomputer übermitteln.

Aber: Wir empfehlen dir nicht, das Autopilot-Bedienteil durch ein Multifunktionsdisplay zu ersetzen!

Das hat einen einfachen Grund: Über das Display des Autopiloten hast du sofortigen Zugriff auf alle Funktionen und sollte dein MFD einmal ausfallen, siehst du alt aus!

Gerätst du in eine gefährliche Situation und musst das Ruder selbst übernehmen, kannst du das Autopilot-System schnell per Knopfdruck in Standby versetzen. Beim Kartenplotter ist das meist um einiges umständlicher und kostet wertvolle Zeit.

Es gibt mehr als einen Weg: Die unterschiedlichen Steuerungsmodi für Autopiloten

Autopilot über Kompass-Steuerung

Die Kompass-Steuerung findest du in der Praxis am häufigsten. Sie wird meist dann eingesetzt, wenn du eine längere Strecke in eine festgelegte Richtung fährst. Du stellst im Bedienelement die gewünschte Gradzahl ein und der Autopilot hält diese stur ein. Abweichungen werden automatisch korrigiert.

Autopilot mittels Wegpunkt-Steuerung

Um einiges flexibler bist du bei der Steuerung per Wegpunkt oder Route. Du kannst dem Autopiloten einen festen Zielpunkt vorgeben. Das ist ganz ähnlich wie bei einem Navi im Auto. Soll der Autopilot einer bevorzugten Route folgen, kannst du auch diese einstellen.

Autopilot per Windsensor-Steuerung

Auf Segelbooten, vor allem bei Regatten sehr gerne verwendet. Für diese spezielle Art der Steuerung benötigst du einen externen Windmessgeber. Nennt man auch Windfahne. Die ermittelten Daten werden an den Kurscomputer übertragen. Dieser bestimmt dann den besten Kurs unter Berücksichtigung des aktuellen Winkels zum Wind.

Autopilot mit der Abfahrt von Mustern

Das ist vor allem bei Bootsanglern eine sehr beliebte Methode, um die Fangquote zu verbessern. Der Autopilot steuert dein Boot nach einem ausgewählten Muster, während du zum Angeln beide Hände frei hast. So kannst du effektiv Kanten, Krautfelder und sonstige Hotspots abwerfen.

Ein kurzer Überblick über die Autopilotsysteme verschiedener Hersteller

Raymarine Autopiloten

Raymarine Autopiloten haben bei der Steuerung von Motorbooten und Segelyachten einen geradezu legendären Ruf. Die Raymarine Evolution Autopilot Serie bietet dabei alles, was sich Skipper wünschen können.

  • Raymarine EV-100 und EV-150: Hier dreht sich alles um leistungsstarke Cockpitpiloten. Egal, ob Pinnenpilot, Radpilot oder hydraulische Steuerung. Top Komponenten und eine unkomplizierte Installation zeichnen diese Geräte aus.
     
  • Raymarine EV-200 und EV-300: Raymarine zeigt hier, was moderne Einbaupiloten (Innenbord-Piloten) leisten. Diese Autopilotsysteme bekommst du für die verschiedensten Antriebsarten und passend für die Verdrängung deines Bootes.

Simrad Autopiloten

Auch Simrad hat bei den Autopiloten einiges zu bieten. Aufgrund des modularen Systems kannst du dir hier dein perfekt passendes Simrad Autopilot-System selbst zusammenstellen. Das sind einige bekannte und bewährte Komponenten von Simrad.

  • T1 und T2 Pilotzylinder für den Steuerantrieb von Booten aller Größen
     
  • RPU-300 Antriebseinheit, hydraulische Steuerungspumpe
     
  • NAC-2 und NAC-3 Autopilot Computer mit starker Schaltleistung

Garmin Autopiloten

Garmin setzt auf perfekt konfigurierte Komplettsysteme für unterschiedliche Bootstypen. Die Garmin Reactor Autopilotsysteme sind besonders flexibel. Garmin Reactor 40 Steer-By-Wire Autopiloten z.B. können problemlos für Segelboote oder Motoryachten eingerichtet werden.

Weitere wichtige Garmin Autopilot-Pakete:

  • Garmin Compact Reactor 40 Hydraulik-Autopilot Starterpaket für Einsteiger
     
  • Garmin Reactor 40 Universal Corepack als Autopilot für Segelboote und Motorboote mit mechanischer Steuerung

Lowrance Autopiloten

Auch bei Lowrance hat man ein zuverlässiges System im Angebot. Der Lowrance DrivePilot Autopilot lässt sich manuell konfigurieren und mit einem Multifunktionsdisplay verbinden. Hier ist alles mit dabei, was zum Anschluss an einen hydraulisch gesteuerten Außenborder benötigt wird.

Und zum Abschluss unser wichtigster Rat zur Anschaffung des passenden Autopiloten für dein Boot:

Lass dich von uns umfassend beraten! Wir kennen es aus eigener Erfahrung. Gerade als Anfänger stehst du oft verloren im Technikwald.

Vor lauter Gerätschaften und unterschiedlichen Autopilot-Technologien verlierst du schnell den Überblick. Wir machen es dir aber leicht.

Sag uns einfach, welches Boot du fährst. Wir empfehlen dir dann den passenden Autopiloten und erklären dir auch gerne alles, was du zur Installation wissen musst.