Oberflächenstörung bei Echoloten und Fischfindern

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Jeder, der ein Echolot oder einen Fischfinder nutzt, kennt es: Am oberen Rand vom Echolot befindet sich ein Streifen. Mal dicker, mal dünner, aber eigentlich ist er immer da. Woher diese Oberflächenstörungen (engl. Surface Clutter) auf dem Echolot stammen und einem manchmal das Angeln mit Fischfindern schwer machen können, beschreiben wir in diesem Beitrag.

Ursachen der Oberflächenstörung bei Fischfindern und Echoloten

Oberflächenstörung auf Echolot und Fischfinder

Oberflächenstörungen auf Echoloten und Fischfindern kennt jeder Angler. Es gibt diverse Möglichkeiten, diese zu reduzieren oder sogar ganz abzustellen.

Oberflächenstörungen kommen durch die Darstellung von Sonarreflektionen auf dem Echolot zustande. Es handelt sich dabei um die Echolotsignale winziger Objekte an der Wasseroberfläche, die so geballt auftreten, dass sie nicht als einzelne Punkte, sondern als ganze Linie auf dem Fischfinder angezeigt werden. Bei den Objekten handelt es sich primär um Algen und Zooplankton aber auch kleinste gelöste Luftmengen in Form von Luftbläschen. Gerade Letztere können bei Wind und Wellen die primäre Ursache für Oberflächenstörungen auf dem Echolot sein. Übrigens ist beim Angeln auf dem Meer, wie zum Beispiel in Norwegen, die Oberflächenstörung in der Regel deutlich stärker ausgeprägt als im Süßwasser. Der Grund sind Wind, Wellen und Strömungen, die das Meer ständig in Bewegung halten und dadurch in der obersten Wasserschicht viel mehr Luftbläschen verursachen, die dann auf dem Fischfinder angezeigt werden.

Sollte man Oberflächenstörung auf dem Echolot ausschalten?

Alle Echolote oder Fischfinder verfügen über eine ganz banale Funktion zum Abstellen der Oberflächenstörung: Drehen Sie die Empfindlichkeit einfach runter. Doch genau das widerspricht ja dem eigentlichen Sinn eines Echolotes. Schließlich will man so viele Detailinformationen wie möglich erhalten und das geht nur bei höherer Empfindlichkeit. Wird diese auf dem Fischfinder reduziert, wird das Gerät folglich auch keine Fischsicheln mehr anzeigen und auch Detailinformationen über die Bodenbeschaffenheit am Gewässergrund gehen verloren. Die Empfindlichkeit seines Fischfinders zu reduzieren, um Oberflächenstörungen zu vermeiden, ist also keine gute Idee.

Eine bessere Möglichkeit bieten viele Echolote ab dem mittleren Preissegment: Man kann bei ihnen einstellen, ab welcher Tiefe das Echolotsignal überhaupt erst dargestellt werden soll. Ist die Oberflächenstörung also auf die ersten 2 Meter Wassertiefe beschränkt, kann man sich einfach alles ab 2,5 Metern Tiefe auf dem Echolot anzeigen lassen. Man schneidet quasi das Störsignal einfach aus der Darstellung auf dem Fischfinder heraus. Nachteilig ist dabei natürlich, dass man überhaupt keine Information über diesen Tiefenbereich hat, aber der ist für die meisten Echolotangler eh zu vernachlässigen.

Lowrance Surface Clarity und Humminbird Surface Clutter Einstellung

Echolote von Lowrance oder Humminbird haben spezielle Technologien, die es ermöglichen die Oberflächenstörung zu reduzieren. Lowrance nennt es bei seinen Fischfindern Surface Clarity und preist das als besonderes Feature an, was es aber natürlich nicht ist. Alle guten Echolote haben entsprechende Techniken integriert. Bei Humminbird Echoloten wird einem das zum Beispiel gar nicht erst als etwas Besonders angepriesen, da es absolut selbstverständlich ist das bei guten Echoloten eine entsprechende Einstellmöglichkeit im Menü vorhanden ist.

Bei beiden Herstellern von Echoloten geht es aber um das gleiche Prinzip: Die Oberflächenstörung wird herausgerechnet, indem nur im oberen Bereich der Wassersäule die Empfindlichkeit auf dem Echolot niedriger eingestellt wird. Wie stark dieser Effekt sein soll, kann vom Angler selbst bestimmt werden.

Humminbird SwitchFire

Eine kleine Besonderheit stellt noch die Humminbird SwitchFire Technologie dar. Diese hat einen sogenannten Clear Mode, in dem auch die Oberflächenstörung von Humminbird Echoloten noch einmal separat reduziert wird, ohne dass dabei wichtige Fischsicheln oder Informationen über die Bodenstruktur oder Objekte im Wasser verloren gehen.

Oberflächenstörung mit SwitchFire beseitigen

Im Clear Mode (links) werden bei Humminbird Echoloten dank Switchfire Technologie Oberflächenstörungen reduziert, ohne dass wichtige Informationen oder gar Fischsicheln verloren gehen.

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