Einfluss der Geberfrequenzen von Echoloten auf das 2D Sonar (normales Echolotbild)

Inhaltsverzeichnis

Echolote arbeiten nach einem einfachen Prinzip: Ein Schallsignal wird ausgesendet und von einem Fisch, oder dem Gewässerboden reflektiert.

Dieses reflektierte Echolotsignal wird von einem Empfänger im Echolot registriert. Anhand der verstrichenen Zeit kann die Tiefe des Objektes berechnet werden. Das Ganze wird dann auf dem Echolotdisplay als Grundlinie oder als Fischsichel dargestellt.

Gute Echolote arbeiten mit 2 Frequenzen (Dual Beam)

Eigentlich alle guten Echolote arbeiten heutzutage mit mindestens zwei Frequenzen. Bei Humminbird Echoloten wird das Ganze Dual Beam genannt, beispielsweise 200/83khz Dual Beam Sonar. Das bedeutet, dass dieses Echolot parallel mit einem 200khz und einem 83khz Schallsignal arbeitet, das ausgesendet wird. Auch bei anderen Herstellern von Echoloten (Lowrance oder Raymarine) wird die Frequenz in ähnlicher Weise angegeben.

Worin liegt nun genau der Unterschied verschiedener Frequenzen bei Echoloten? Dies kann man allgemein ganz einfach formulieren und erklären:

  1. Je höher die Frequenz, desto geringer ist die maximal erreichbare Wassertiefe, da die Energie der Schallwellen bei hoher Frequenz geringer ist und das Wasser nicht weit genug durchdrungen werden kann.
  2. Je höher die Frequenz, desto kleiner ist der Abstrahlwinkel. Auch das hängt mit der geringen Energie zusammen. Beispiel: Der Abstrahlkegel bei 200khz beträgt in der Regel um 20°. Würde man den Winkel deutlich weiter machen, würde die Energie auf eine viel größere Wasserfläche verteilt und könnte diese nicht mehr durchdringen.
  3. Je höher die Frequenz, desto detailreicher und besser aufgelöst ist das Bild – Sie können auch kleinere, eng nebeneinander stehende Fische als einzelne Fischsicheln sehen und nicht einfach nur als diffuse Wolke. Hersteller von Echoloten nennen das „Target Separation“.

Merke: Hohe Frequenz am Echolotgeber = Geringe Wassertiefe + geringer Abstrahlwinkel ABER gute Auflösung (target separation)

Im Umkehrschluss folgt auch:

  1. Je niedriger die Frequenz, desto höher ist die maximal erreichbare Wassertiefe, da die Energie der Schallwellen bei niedriger Frequenz sehr hoch ist und sie das Wasser tief durchdringen können.
  2. Je niedriger die Frequenz, desto größer kann der Abstrahlwinkel sein. Aufgrund der hohen Energie, kann man niedrige Frequenzen problemlos auf einen breiten Abstrahlkegel verteilen. Die Energiedichte ist auch dann ausreichend, um in tiefes Wasser vorzudringen. Der Abstrahlwinkel bei 83khz beträgt zum Beispiel in der Regel um 60° und deckt damit eine große Wasserfläche auch links, rechts, vor und hinter dem Boot ab. Bei 200khz sind es nur 20°.
  3. Je niedriger die Frequenz des Echolots – Sie ahnen es – desto weniger detailreich und desto schlechter die Trennung zwischen eng nebeneinander stehenden Fischen oder Objekten am Grund. Ein Schwarm wird dabei also als diffuse Wolke und nicht als Schwarm aus einzelnen Signalen dargestellt.

Merke: Niedrige Frequenz am Echolotgeber = Hohe Wassertiefe + breiter Abstrahlwinkel ABER schlechtere Auflösung (target separation)

Vor- und Nachteile hoher und niedriger Geberfrequenzen am Echolot

Nun ist also klar, dass hohe und niedrige Frequenzen beide ihre Vor- und Nachteile haben. Und was macht man als Hersteller von Echoloten, wenn man die Vorteile beider nutzen möchte und gleichzeitig die Nachteile ausschalten will? Ganz einfach, man legt beide Frequenzen übereinander. Das Bild, das auf dem Display eines 200/83khz Dual Beam Echolotes dargestellt wird, ist also das überlagerte Bild beider Frequenzen. So haben Sie auf Ihrem Echolot sowohl den breiten Abstrahlkegel, als auch die Tiefenwirkung niedriger Frequenzen, bei gleichzeitig guter Auflösung einzelner Objekte durch die hohe Frequenz.

Gute Echolote mit Dual Beam Technik sollten eines können: Den Angler auswählen lassen, ob er nun zum Beispiel ein überlagertes Bild beider Frequenzen (200/83khz) oder nur das 200khz bzw. nur das 83khz Bild auf seinem Echolot sehen möchte. Idealerweise – und auch das beherrschen führende Hersteller wie Garmin, Lowrance, Humminbird oder Raymarine – kann man einfach den Bildschirm des Echolots teilen und lässt sich dann links das Signal der einen Frequenz und rechts das Signal der anderen Frequenz anzeigen.

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