Echolot Frequenz – Die richtige Geberfrequenz am Echolot für das 2D-Sonar einstellen

Inhaltsverzeichnis

Gute Echolote arbeiten heutzutage immer mit mindesten zwei Frequenzen (der Echolot Frequenz): einer niedrigeren und einer höheren Geberfrequenz. Das gilt nicht nur für das 2D-Sonar, also das normale Echolotbild mit Fischsicheln, sondern auch für neue Echolottechnologien wie zum Beispiel Side Imaging, StructureScan oder DownScan. In diesem Artikel erklären wir dir, was die Vor- und Nachteile der verschiedenen Frequenzen sind und welche Geberfrequenz du für welche Angelmethode einstellen solltest.

Dual-Beam plus Geber am Echolot

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Echolote arbeiten mit Dual-Beam-Gebern

Echolote im normalen 2D-Sonarmodus arbeiten in der Regel mit einem 200/83 Kilohertz (kHz) Dual Beam. Es wird also einmal ein Signal mit 200 kHz und einmal eines mit 83 kHz ausgesendet. Am Ende werden die Bilder dann überlagert, so dass das Ergebnis beider Frequenzen auf dem Echolot in einem Bild sichtbar ist.

Was bedeutet Dual Beam beim Echolot?

Bewirbt ein Echolot-Hersteller sein Produkt mit Dual Beam, dann bedeutet dies, dass das Echolot in der Lage ist zwei Frequenzen gleichzeitig auszusenden – eine hohe und eine niedrige Frequenz. Die Erkenntnisse beider Frequenzen werden in einem Bild verschmolzen, das deutlich aussagekräftiger ist. Ein Echolot mit Dual Beam erhöht also die Fangchancen des Anglers.

Unterschiede zwischen hoher und niedriger Geberfrequenz

Dass die Unterstützung von zwei Frequenzen heute zum Standard gehört, hat durchaus seinen Sinn. Denn die hohe und die niedrige Geberfrequenz unterscheiden sich grundlegend.

Hohe Frequenz = Geringe Wassertiefe + geringer Abstrahlwinkel ABER gute Auflösung
(Target Separation)

Niedrige Frequenz = Hohe Wassertiefe + breiter Abstrahlwinkel ABER schlechtere Auflösung
(Target Separation)

Welche Vorteile hat eine hohe Geberfrequenz?

  • Je höher die Frequenz,

    desto geringer ist die maximal erreichbare Wassertiefe, da die Energie der Schallwellen bei hoher Frequenz geringer ist und das Wasser nicht weit genug durchdrungen werden kann.

  • Je höher die Frequenz,

    desto kleiner ist der Abstrahlwinkel. Auch das hängt mit der geringen Energie zusammen. Beispiel: Der Abstrahlkegel bei 200 kHz beträgt in der Regel um 20°. Würde man den Winkel deutlich weiter machen, würde die Energie auf eine viel größere Wasserfläche verteilt und könnte diese nicht mehr durchdringen.

  • Je höher die Frequenz,

    desto detailreicher und besser aufgelöst ist das Bild. Du kannst auch kleinere, eng nebeneinander stehende Fische als einzelne Fischsicheln sehen und nicht einfach nur als diffuse Wolke. Hersteller von Echoloten nennen das Target Separation.

  • Merke:

    Hohe Frequenz = Geringe Wassertiefe + geringer Abstrahlwinkel ABER gute Auflösung (Target Separation)

Welche Vorteile hat eine niedrige Geberfrequenz?

  • Je niedriger die Frequenz,

    desto höher ist die maximal erreichbare Wassertiefe, da die Energie der Schallwellen bei niedriger Frequenz sehr hoch ist und sie das Wasser tief durchdringen kann.

  • Je niedriger die Frequenz,

    desto größer kann der Abstrahlwinkel sein. Aufgrund der hohen Energie kann man niedrige Frequenzen problemlos auf einen breiten Abstrahlkegel verteilen. Die Energiedichte ist auch dann ausreichend, um in tiefes Wasser vorzudringen. Der Abstrahlwinkel bei 83 kHz beträgt zum Beispiel in der Regel um 60° und deckt damit eine große Wasserfläche auch links, rechts, vor und hinter dem Boot ab. Bei 200 kHz sind es nur 20°.

  • Je niedriger die Frequenz

    des Echolots – du ahnst es sicher schon –, desto weniger detailreich und desto schlechter die Trennung zwischen eng nebeneinander stehenden Fischen oder Objekten am Grund. Ein Schwarm wird dabei also als diffuse Wolke und nicht als Schwarm aus einzelnen Signalen dargestellt.

  • Merke:

    Niedrige Frequenz = Hohe Wassertiefe + breiter Abstrahlwinkel ABER schlechtere Auflösung (Target Separation)

Verschiedene Frequenzen ermöglichen zielgerichtetes Angeln

Wie kann man sich die verschiedenen Frequenzen von Echoloten nun zunutze machen? Ganz einfach: Stelle je nach Angelsituation, Gewässer und Angeltechnik die richtige Frequenz an deinem Echolot ein. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass du die Frequenz an deinem Echolot frei wählen kannst. Bei guten Geräten ist dies problemlos möglich. Mehr noch: Selbst bei Echoloten der mittleren Preisklasse kannst du den Bildschirm teilen und dann auf der einen Hälfte das 200 kHz Signal anzeigen lassen und auf der anderen das 83 kHz Signal.

Für wen zwei verschiedene Echolot-Bilder zu verwirrend sind, der kann beide Bilder überlagern und erhält dann ein Bild, das aus beiden Frequenzen zusammengestellt wurde. Das Echolot-Bild vereint also die jeweiligen Vorteile der unterschiedlichen Frequenzen. Alternativ kannst du dir auf dem Bildschirm natürlich auch nur eine Frequenz anzeigen lassen.

 

Welche Frequenz für welche Angelsituation?

Soweit die Theorie. Aber was heißt das nun für die Praxis? Im Folgenden gehen wir auf die ideale Einstellung für verschiedene Gewässergegebenheiten und Angeltechniken ein.

Echolot-Einstellung für flaches Wasser bis ca. 5 Meter

Gerade im Frühjahr stehen Fische nach der Laichzeit häufig in flachen, sich schnell erwärmenden Uferregionen. Will man sein Echolot auf diese Flachwasserangelei einstellen, sollte vor allem eines das Ziel sein: Fische zu finden. Mit anderen Worten: Das Echolot sollte so eingestellt sein, dass ein möglichst breiter Kegel unter dem Boot abgetastet wird. Eine niedrige Frequenz erzeugt einen größtmöglichen Abstrahlkegel. Ideal sind 83 oder gar 50 kHz, sofern das Echolot einen entsprechenden Geber für diese Frequenz hat.

Auf eine hervorragende Auflösung kann ebenso verzichtet werden, wie auf die Notwendigkeit tiefes Wasser zu durchdringen, was das Echolot in diesem Falle ja gar nicht können muss.

Echolot-Einstellung für mitteltiefes Wasser von 5 bis 40 Meter

Diese Wassertiefe dürfte für die Mehrzahl der Angler in Europa die am häufigsten genutzte sein. Umso wichtiger ist die richtige Einstellung am Echolot und die Nutzung verschiedener Frequenzen. In der Regel ist es in mitteltiefem Wasser sinnvoll mit einem überlagerten Bild aus hoher und niedriger Frequenz zu arbeiten, dem sogenannten Dual Beam (z. B. 83/200 kHz).

Dabei nutzt der Angler den breiten Abstrahlkegel der niedrigen Frequenz und durch die Bildüberlagerung gleichzeitig den Vorteil der hohen Frequenz, der in der guten Auflösung und damit verbundenen Target Separation zum Ausdruck kommt.

Was bedeutet Target Separation?

Mit Target Separation ist die eindeutige Darstellung dicht beieinanderstehender Objekte im Wasser gemeint (target = Ziel, separation = Trennung). Die hohe Frequenz mit ihrer guten Auflösung sorgt also dafür, dass selbst Objekte, die sich dicht beieinander befinden, separiert dargestellt werden. Gruppen von Fischen werden dank der Trennschärfe einzeln abgebildet und nicht mehr als Wolke. Auch Fische die sich dicht am Gewässergrund aufhalten sind auf dem Bildschirm erkennbar.

2D-Echoloteinstellung für das Vertikalangeln auf Zander

Kaum eine Gruppe von Anglern beschäftigt sich so intensiv mit Echoloten und Fischfindern wie die Vertikalangler. Ein typisches Vertikalboot hat eigentlich immer zwei Echolote montiert – mindestens! Genauer gesagt gehört man mit zwei Echoloten in der Szene schon fast zum unteren Durchschnitt. Ich kenne Angelboote, die mit vier Echoloten ausgerüstet sind. Warum dies durchaus sinnvoll ist, wird im Folgenden erklärt.

Zander stehen dicht am Grund bzw. liegen auf ihm. Je dichter ein Fisch am Grund steht, desto schwieriger ist es für das Echolot den Zander als Fisch vom Gewässerboden zu separieren. Hier ist also eine extrem hohe Auflösung gefragt, die zu einer guten Target Separation führt. Wie wir mittlerweile wissen, sind hohe Frequenzen (200 kHz) dafür ideal. Wir erinnern uns: Eine hohe Frequenz am Echolot eignet sich für geringe Wassertiefe und besitzt nur einen geringe Abstrahlwinkel, dafür aber eine gute Auflösung (Target Separation).

Die hohen Frequenzen am Echolot haben jedoch den Nachteil eines geringen Abstrahlwinkels. Eine Rinne, ein dicker Felsbrocken oder andere typische Einstände für Zander, die nur knapp links oder rechts vom Boot liegen, werden durch den 200 kHz Strahl vom Echolot nicht registriert. Noch weniger eine neben dem Angelboot stehende Wolke von Futterfischen, unter der häufig aktive Zander lauern.

Wir brauchen fürs Vertikalangeln daher auch unbedingt eine niedrige Frequenz mit sehr breitem Abstrahlkegel. Denn die niedrige Frequenz am Echolot durchdringt auch hohe Wassertiefe und bietet gleichzeitig einen breiteren Abstrahlwinkel, wenngleich die Auflösung auch schlechter ist.

Stelle das Echolot je nach Geber also auch auf 83 oder 50 kHz ein. Mit dieser Frequenz hast du zwar eine schlechtere Target Separation und kannst Zander dicht am Grund nicht identifizieren, dafür findest du aber die aktiven Fische die links und rechts neben dem Angelboot sind.

Vertikalanglern sei empfohlen, den Bildschirm auf dem Echolot zu teilen. Auf einer Hälfte lässt du dir das 200 kHz Signal anzeigen und kannst damit selbst sehr dicht am Grund stehende Fische identifizieren. Auf der anderen Hälfte des Echolotes lässt du dir dann das 83 kHz Signal mit seinem breiten Abstrahlwinkel anzeigen. Es ermöglicht das Identifizieren von aktiven Zander, Futterfischen oder tiefen Gumpen, die du sonst auf dem Echolot übersehen hättest.

Das 83 kHz Signal deines Echolotes hat übrigens noch einen weiteren wichtigen Vorteil für das Vertikalangeln: Du hast deinen Köder immer im Blick, weil du durch die niedrige Frequenz ja mit einem breiten Abstrahlwinkel arbeitest.

Auch dann, wenn das Angelboot einmal durch Wind oder Strömung wegdriftet, was ja gerade auf den großen holländischen Angelgewässern allzu leicht passiert.

2D-Echoloteinstellung für das pelagische Angeln

Freiwasserräuber zu beangeln (auch als pelagisches Angeln bezeichnet) gilt als die ganz hohe Schule für den Echolotangler. Zunächst sucht man mit einem möglichst breiten Kegel (also niedrige Frequenz am Echolot einstellen) eine große Wasserfläche ab. Wird ein pelagischer Zander oder Hecht gefunden, ist höchste Konzentration erforderlich, denn es gilt nun dem Fisch seinen Köder im Freiwasser direkt vor dem Maul zu präsentieren. Das erfordert einiges!

Neben einer perfekten Bootskontrolle, die Winddrift und Strömung ausgleicht, muss auch das Echolot blind bedient werden können. Durch ständige Kontrolle des Echolotes wird das Boot so über den Fisch manövriert, dass man den Köder direkt vor dem Fisch ablassen kann. Es ist also entscheidend zu wissen, ob der Fisch (und der Köder) gerade im Zentrum des Sendekegels oder etwas am Rand neben dem Boot steht.

Den entscheidenden Vorteil bringt auch hier das Teilen des Bildschirms am Echolot. Stelle das Echolot so ein, dass du einmal das 83 kHz Signal (breiter Abstrahlkegel aber geringe Auflösung) und einmal das 200 kHz Signal (geringer Abstrahlkegel aber sehr gute Target Separation) angezeigt bekommst. Wenn du den Fisch jetzt nur auf dem 83 kHz Signal sehen kannst ist klar, dass er nicht genau im Zentrum unter dem Angelboot steht.

Richte das Boot neu aus, bis der Fisch auch im 200 kHz Signal erscheint. Jetzt kannst du den Köder behutsam herunterlassen. Dank der hohen Auflösung der hohen Frequenz wirst du kein Problem haben Fisch und Köder auf deinem Echolot zu separieren und kannst den Happen direkt bis vor das Maul des Raubfisches bugsieren.

Für interessierte Angler:

Wir gehen in diesem Beispiel davon aus, dass der Fisch sich unter dem Echolot still verhält. Deutlich komplexer wird es natürlich, wenn der Fisch aktiv ist und aus dem Sendekegel des Echolots schwimmt. Was dann genau am Echolot einzustellen ist bzw. woran man eine derartige Situation überhaupt erkennt, wird Thema eines anderen Beitrags sein.

2D-Echoloteinstellung für das Schleppfischen auf Hecht und Zander im Freiwasser

Eine Besonderheit des pelagischen Angelns ist das Schleppfischen auf pelagische Hechte und Zander. Auch hier solltest du mit einem Dual-Beam-Sonar am Echolot arbeiten, das Display teilen und dir 200 und 83 kHz Signale separat anzeigen lassen. Warum? Ganz einfach: Wenn du zum Beispiel eine gute Fischsichel im 200 kHz Signal (schmaler Abstrahlwinkel!) auf dem Echolot siehst, dann kannst du sicher sein, dass die mittlere Rute die größte Chance auf einen Biss hat. Du kannst darauf reagieren und zum Beispiel auf die Schnelle noch etwas Schnur ablassen, da der Fisch tiefer steht als gedacht.

Umgekehrt dient der breite Abstrahlkegel des 83 kHz Signals dazu, eine möglichst breite Wasserfläche abzusuchen. Dein Echolot wird dir also auch mehr Fischsicheln anzeigen, was dir wiederum die Möglichkeit gibt noch schneller zu erkennen, in welcher Tiefe Räuber oder Futterfische stehen, wo Sprungschichten oder interessante Unterwasserstrukturen sind.

2D-Echoloteinstellung für das Schleppfischen am Grund

Insbesondere auf Zander wird zum Beispiel in Flüssen grundnah geschleppt. Anstatt seine Köder einfach planlos über den Gewässerboden rappeln zu lassen, kann man mittels eines Echolotes viel gezielter vorgehen. Zander stehen gerne an Kanten, also zum Beispiel an Steinpackungen oder Fahrrinnen. Mit einem Echolot kannst du das Angelboot so genau manövrieren, dass du direkt an einer Steinpackung entlang schleppen kannst ohne einen Hänger zu riskieren.

Das Echolot kann dazu im Dual-Beam-Modus mit überlagertem Bild aus 83/200 kHz Signal genutzt werden. Das ist in der Regel völlig ausreichend. Wer es detailliert und ganz genau mag, kann natürlich auch hier den Bildschirm vom Echolot teilen und sich einmal das 200 kHz und einmal das 83 kHz Signal auf dem Echolot anzeigen lassen. Auch dabei gelten dann wieder die gleichen alten Regeln für die richtige Interpretation von Signalen auf ihrem Echolot:

  • Hohe Frequenz = Geringe Wassertiefe + geringer Abstrahlwinkel ABER gute Auflösung (Target Separation)
  • Niedrige Frequenz = Hohe Wassertiefe + breiter Abstrahlwinkel ABER schlechtere Auflösung (Target Separation)

2D-Echoloteinstellung für tiefes Wasser ab 40 Meter in Norwegen oder zum Meeresangeln

Bis in den Bereich von ca. 100 bis 150 Metern kannst du auch mit einem guten Echolot im Dual-Beam-Modus mit hoher Frequenz (200 kHz) arbeiten. Dein Echolot kann in diesen Meerestiefen noch gut auflösen und eng zusammenstehende Fische als einzelne Fischsicheln darstellen. Gerade für den Norwegenangler kann dies hilfreich sein, wenn er zum Beispiel erkennen will, ob der Boden aus Geröll und scharfen Felsen oder aus flachem Sand bzw. Kies besteht. Und natürlich kann mit der hohen Frequenz eine fantastische Target Separation erreicht werden. Dein Echolot wird bei richtiger Einstellung einen Makrelenschwarm also nicht als diffuse Wolke darstellen, sondern dir werden einzelne Fische angezeigt (und die dicken Dorsch hoffentlich darunter).

Nutze bei der Einstellung des Echolotes also bis zu einer Wassertiefe von 100 bis 150 Metern die Vorteile der hohen Frequenz. Der Dual-Beam-Modus, bei dem beide Frequenzen (200 und 83 kHz) auf dem Echolot überlagert dargestellt werden, ist dafür ausreichend. Dieser Modus ist eigentlich bei allen Echoloten der Grundmodus und man muss als Angler nichts Besonderes berücksichtigen. Vergesse aber nicht, das Echolot in den Salzwassermodus zu stellen!

Soll es noch tiefer auf Leng, Seeteufel oder Heilbutt gehen, ist es nötig eine niedrigere Frequenz von zum Beispiel 83 oder 50 kHz am Echolot einzustellen. Je niedriger die Frequenz, desto tiefer kann das Wasser durchdrungen werden, da die Schallwellen viel energiereicher sind. Auch ist der Abstrahlkegel breiter, man sucht also eine viel breitere Wasserschicht ab und wird Fischschwärme schneller finden.

Nachteilig bei dieser Echoloteinstellung ist eine deutlich schlechtere Auflösung gegenüber einer hohen Frequenz von zum Beispiel 200 kHz. Du wirst auf deinem Echolot also lediglich den Grund sehen können ohne unterscheiden zu können, ob es sich dabei um Geröll mit großen Steinen oder flachen Grund handelt. Lediglich die Bodenhärte, die vom Echolot ebenfalls angezeigt wird, kann einen Hinweis darauf liefern. Einzelne Steine wirst du aber nicht mit dem 200 kHz Signal erkennen können. Auch wirst du einen Schwarm Rotbarsche in großer Tiefe eher als diffuse Wolke auf dem Echolot erkennen und keine einzelnen Fischsicheln sehen.

Wer schon jetzt weiß, dass er primär in Norwegen in derartigen Tiefen angelt, sollte bei der Anschaffung des Echolotes übrigens gleich einen entsprechenden Geber wählen, der ein 50 kHz Signal aussenden kann.

Fazit: Echolotfrequenz hat massiven Einfluss auf Angelerfolg

Auch wer sich weniger für die Technik hinter dem Echolot interessiert sollte zumindest verstanden haben, warum ein Echolot mit verschiedenen Frequenzen arbeitet und welche Frequenz für welche Angelsituation geeignet ist. Denn nur so lässt sich ein Echolot auswählen, dass zu den eigenen Bedürfnissen passt. Was kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach, wenn man es einmal verstanden hat.

22 Kommentare
  1. Patrick
    Patrick sagte:

    Moin,ich habe eine Frage zum dragonfly 5 pro. Was muss ich einstellen damit ich vertikal meinen Köder besser erkenne? Finde dazu leider nichts in der Bedienungsanleitung oder im Internet.vielen dank

    Antworten
    • Echolotprofis
      Echolotprofis sagte:

      Hallo Patrick,

      du kannst die Empfindlichkeit leicht hochdrehen. Die Lösung bzw. Ursache deines Problems wird aber vermutlich nicht das Echolot selbst sein, sondern die Tatsache, daß du aus dem Sendekegel raus bist. Das geschieht sehr viel schneller als man denkt. Ein paar Grad Abweichung + Strömung oder Drift und schon sieht man den Köder nicht oder nur ganz schwach.

      Lösung: Richte den Geber (oder auch deine Sitzposition) in der Drift beim Vertikalangeln so aus, das die Unterseite des Gebers direkt zum Köder zeigt. Dann wird alles klappen – das Gerät kann dir problemlos ein Schrotblei oder einen Wirbel anzeigen. So empfindlich ist es, wenn alles genau ausgerichtet ist!

      Antworten
  2. Werner Roy
    Werner Roy sagte:

    Hallo gibt es ein Faustregel für die Bildschirmgeschwindigkeit? Man fährt ja nicht immer gleich schnell, aber trotzdem läuft das immer gleich durch den Bildschirm! Mfg Sputnik

    Antworten
    • Sören Panse
      Sören Panse sagte:

      Hallo,

      ganz verallgemeinert: Je schneller du fährst, desto schneller der Bildlauf. Je langsamer du fährst desto langsam. Je nach Hersteller ist der Effekt unterschiedlich. Für die Mehrzahl der Echolote und Anwendungen reicht aber die normale Werkseinstellung. Du kannst den Effekt auch selber einmal ausprobieren, indem du zum Beispiel bei lansamer Fahrt den Bildlauf einmal ganz runter und einmal ganz rauf regelst.

      Antworten
  3. Marius
    Marius sagte:

    Inwieweit hat die gewählte Frequenz negative Auswirkungen auf die Erstellung von eigenen Tiefenkarten (z. B. SonarChart bzw. RealBathy)? Würden niedrige Frequenzen hier nicht eine falsche Tiefendarstellung erkennen und somit eine bathymetrische Seekarte falsch optimieren? Sprich, breiter Kegel + Abbruchkante = falsche Erkennung der tatsächlichen Tiefe => in Folge falsches Plotting auf der Karte?

    Antworten
    • Echolotprofis Customer Support
      Echolotprofis Customer Support sagte:

      Die angegebene Tiefe ist immer immer ein errechneter Mittelwert des gesamten Sendekegels. Wie genau das funktioniert gibt kein Hersteller preis. Die Software ist dabei aber in der Lage starke Differenzen wie an einer Abbruchkante herauszufiltern und diese nicht in die Mittelwertberechnung mit einzubeziehen.

      Ein Falsches Ergebnis ergibt sich hier also nicht – wenn überhaupt ein minimalistisch anderer Mittelwert, der unserer Erfahrung nach aber nicht signifikant ist.

      Ob man links oder rechts im Boot sitzt oder der Geber richtig ausgerichtet ist hat da schon eine deutlich größere Auswirkung.

      Antworten
  4. Robert
    Robert sagte:

    Hallo
    Ich fische mit dem Lowrance Hook Reveal ausschliesslich vom Kayak vertikal auf Zander. Ich habe schon diverse Einstellungen ausprobiert doch bin ich mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden. Ich sehe zwar den Köder immer, doch alles sieht für mich irgendwie „zu fett“ aus. Schöne Sicheln sehe ich so gut wie nie, eher Wolken, Sicheln sind auch selten bis nie schön gelb/rot. Der Köder meist grösser als die Sicheln selber :-)
    Habt ihr mir hier ein paar Tipps zu Einstellungen mit dem Kayak, welches ja eher sehr langsam unterwegs ist? Irgendwie scheue ich mich etwas davor zu viel zu verstellen aus eigener Hand.
    Gewässertiefen jeweils 3-max 12m.

    Vielen Dank

    Antworten
    • Echolotprofis Customer Support
      Echolotprofis Customer Support sagte:

      Hallo Robert, du bist eigentlich schon auf dem richtigen Weg bzw. zur richtigen Erkenntnis gekommen.

    • Eine Ursache ist, daß du sehr langsam unterwegs bist. „Schöne“Sicheln können so gar nicht entstehen. Etwas abhilfe bringt es die Bildlaufgeschwindigkeit zu reduzieren.
    • Weiterhin bewegst du dich in tendenziell eher flachen Bereichen. Bei 3 Metern ist man schon nahe an physikalischen Grenzen eines Echolots. Du wirst da kaum richtig gute Sicheln hinbekommen.
    • Das du deinen Köder besser siehst liegt schlicht am Geberwinkel. Der Köder ist (vermutlich) viel besser im Zentrum des Sendekegels. Fische vermutlich eher nicht.
    • Wenn doch, dann wirst du diese aber sehr genau erkennen. Das alles so „fett“ ausschaut macht die Software von Lowrance aus. Diese extrapoliert die Rohdaten und stellt sich richtig gut sichtbar dar.

      Ich würde etwas an der Empfindlichkeit arbeiten (reduzieren, wenn es dir zu fett ist) und der Bildlaufgeschwindigkeit/Scrollspeed (ebenfalls reduzieren, wenn du langsam fährst).

      Das wichtigste aber ist dich mental vom „perfekten“ Echolotbild zu befreien! Das ist nicht die Aufgabe eines Echolots und wird von vielen falsch verstanden. Manche machen gar so einen Sport draus, daß sie darüber das Fischen komplett vernachlässigen. Stell du dich auf das Echolot ein, nicht umgekehrt. Es ist en gutes mit herausragendem Preis-Leistungsverhältnis und wird dir Fische bringen.

      Viel Erfolg!

      Antworten
      • Robert
        Robert sagte:

        Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung! Werde das mit dem Scroll-Speed noch umsetzen, das erscheint sehr logisch so wie es beschreibst.
        Liebe Grüsse Robert

        Antworten
  5. Julio
    Julio sagte:

    Hallo, ich habe Simrad echolot. Wenn ich vertikal Fische, sehe ich die Köder nicht manchmal nur kurz oder nur bis 20m tief danach nicnt mehr. Wie soll ich alles einstellen? Frequenz, Geschwindigkeit? Vielen Dank.

    Antworten
    • Echolotprofis Customer Support
      Echolotprofis Customer Support sagte:

      Hallo Julio,

      das liegt nicht an den Einstellungen, sondern daran, das dein Köder durch die Drift außerhalb des Sendekegels ist ;-) Nimm für den Anfang immer die Werkseinstellungen und arbeite dann nur ein wenig mit der Empfindlichkeit. Du sollst ja beim Vertikalen lediglich den Gewässerboden lesen. Es ist nicht nötig, den Köder direkt zu sehen und auch nicht sinnvoll.

      Deine Konzentration sollte ganz bei der Führung des Köders liegen (Bewegungsmuster und Abstand zum Boden). Nicht dabei, wie er sich auf dem Echolot bewegt. Das musst du als Vertikalangler ohne Echolot hinbekommen und spüren. Nur dann bist du gut und wirst erfahren, das es sich direkt auf deine Fänge auswirkt!

      Kleine Weidmännische Anmerkung am Rande: Sofern du Fische zurücksetzen möchtest und darfst (zum Beispiel in NL), solltest du sehr viel flacher als 20 Meter fischen. Je nach Witterung sind die Zander schon bei Tiefen ab 6-8 Metern dem Tode geweiht, wenn du sie aus der Tiefe hochholst.

      Antworten
  6. Roger
    Roger sagte:

    Guten Tag
    Ich habe mir ein GSMAP 923xsv erworben.
    Ich angle meistens auf Felchen (Renken) im Frühjahr auf Tiefen 25m – 30m und Egli (Barsche) im Sommer / Herbst auf Tiefen von 5m – 20m.
    Ich habe einen GT56UHD Geber am Heck des Bootes montiert.
    Da ich das Echolot noch nicht habe und das erste mal Garmin benutze habe ich ein paar Fragen an die Profis:
    – Was sind die optimalen Einstellungen für das Echolot für diese Tiefen und Zielfische?
    – Mit was für Bilder sollte ich suchen um die Fische zu finden?
    – Was für Bilder sollte ich einstellen, wenn ich pelagisch angle auf die Zielfische mit dem Terrova 55 beim Spot-Lock?

    Gibt es irgendwo optimale Einstellungen zum Download für das Angeln in diesen Tiefen?

    Besten Dank an die Profis für die Hilfe.

    Ich bin ein absoluter Amateur mit dem Echolot und habe keine Erfahrung der Einstellungen.

    Antworten
    • Echolotprofis Customer Support
      Echolotprofis Customer Support sagte:

      Hallo Roger,

      mit dem Garmin Echolot hast du ja schon ein klasse Fundament für erfolgreiches Echolot-Angeln geschaffen. Eines sollte dir aber bitte klar sein: Es gibt kein Kochrezept für die richtigen Einstellungen.

      Warum? Weil jedes Gewässer je nach Tages- und Jahreszeit extrem unterschiedlich ist.

      Für dich bedeutet das: LERNE dein Garmin Echolot selbst und jederzeit richtig einzustellen!

      Und so gehest du vor:

      1. Bilde dich grundlegend aus: Das geht zum Beispiel mit einem Online-Echolot-Kurs.
      2. Lies die Bedienungsnanleitung deines Echolots – vollständig!
      3. Gehe mit ihr und ohne Angel!! aufs Wasser und übe, was du gelesen und gelernt hast.
      4. Halte Rücksprache mit deinem Händler – er sollte dir bereitwillig helfen können.

      Grundsätzlich fängst du immer in den Werkseinstellunge an.
      Danach arbeitest du leicht mit Empfindlichkeit und natürlich den Frequenzen. Dazu findest du auch weitere Infos hier im Blog!

      Für das Suchen nutze bitte zur Unterstützung das Garmin SideVü. Pelagisch benögist du dann zusätzlich immer das DownVü auf deinem Garmin Echolot.

      Viel Erfolg!

      Antworten
  7. Robert Weingrill
    Robert Weingrill sagte:

    Hallo, ich habe mir mein erstes Echolot, das Garmin Striker Puls 5CV zugelegt und benutze es vorwiegend zum Fischen auf Reinanken am Wörthersee. Die Fische stehen in der Regel auf einer Tiefe zwischen 32 und 20 Meter. Wenn ich mit 200 KHZ fahre, dann sehe ich ich ewig lang keinen Fischschwarm, obwohl ich relativ genau weiß wo sie stehen. Wenn es dann doch der Fall ist und mir das Echolot einen Schwarm anzeigt, (jetzt im Frühjahr sind die Fische ganz am Grund) dann unterbricht die Aufzeichnung und die Tiefenanzeige fällt auch aus. Das dauert dann 30 Sekunden bis zwei Minuten und dann zeichnet das Gerät wieder auf. Kann das ein Softwarefehler sein oder stimmt etwas grundlegendes bei der Einstellung nicht, oder ist das sowieso normal? Ich habe die Fischsymbole aktiviert, weil ohne die erkenne ich gar nichts. Bin einige Stunden rumgefahren, auch über Geländekanten ect, aber das Ergebnis war mehr als ernüchternd. LG

    Antworten
    • Echolotprofis Customer Support
      Echolotprofis Customer Support sagte:

      Hallo Robert, das du ewig nix siehst liegt am geringen Sendekegel. Der ist bei 200 khz sehr klein. Du musst also direkt über dem Fisch stehen, um Anzeigen zu bekommen. Das Unterbrechen der Aufzeichnung kann sehr viele Ursachen haben und liegt an physikalisch-technischen Grenzen, die hier unter Umständen überschritten werden. Mit anderen Worten: Du bist im Grenzbereich dessen unterwegs, was das Gerät leisten kann. Das hat nichts mit Garmin zu tun sondern kann bei allen Herstellern in deiner Preisliega so auftreten. Es kommen hier mehrere Faktoren zusammen:
      1) Arbeitest du mit 200 khz, da sind 30 Meter schon sehr viel!
      2) Der Kegel ist dann sehr schmal und wenn nun auf einmal der Boden keinen flache Ebene mehr ist, sondern (wegen der Renken) wie ein Gebirge rauf und runter geht kommt der eine Impuls nach einer Strecke von 25, der nächste 32, noch einer nach 22 Metern zurück usw.

      Da sagt die Software dann (logischerweise): Nö! Wie soll man denn daraus einen Durchschnitt errechnen und steigt aus…

      Ich würde die Fischsymbolanzeige übrigens weglassen. Und dann probiere bitte andere Frequenzen. Das könnte das Problem lösen.

      Antworten
  8. Scholzman
    Scholzman sagte:

    Hey Freunde.
    Die hab den Artikel sehr interessiert gelesen und werde versuchen dass neu gewonnene Wissen heute umzusetzen.

    Eine kleine Frage hab ich aber:

    Was ist den für euch „flaches“ und „mitteltiefes“ Wasser ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Antworten
    • Echolotprofis Customer Support
      Echolotprofis Customer Support sagte:

      Moin Scholzmann, flach liegt bei uns im Bereich unter 5 Meter. Mitteltief bis ca. 40 Meter. Steht übrigens auch alles so in diesemm Artikel in der Überschrift ;-)

      Antworten
  9. Simon
    Simon sagte:

    Moin,

    ich habe mir ein Humminbird Helix 5 g2 mit DI und SI zugelegt.
    Ich komme noch nicht so richtig klar mit den einstellungen.
    Ich kann in den Gebereinstellungen soviele verschiedene Dinge auswählen, Was macht dort Sinn für ein vernünfitges 2D bild auf der einen und ein schönes DI bild auf der anderen Seite ?
    Ich würde gerne Vertikal vom Belly auf Zander fischen, ich angle zu 90% in der Elbe bei Hamburg.
    Ich würde mich sehr freuen wenn ihr mir ein wenig auf die Sprünge helfen könnt :=)
    Beste Grüße aus Hamburg

    Antworten
    • Echolotprofis Customer Support
      Echolotprofis Customer Support sagte:

      Moin Simon, um dein Echolot richtig einzustellen und tolle Bilder zu bekommen gibt es zwei Grundvoraussetzungen:

      1) Bedienungsanleitung lesen
      2) Nicht so viel verstellen

      Die Mehrzahl der Einstellungen wirst du (fast) nie benötigen und häufig wird einfach viel zu viel an den Geräten herumgefummelt.
      Nutze erstmal nur den normalen 2D Modus und arbeite lediglich mit der Empfindlichkeit ganz leicht (+- 1-3 Punkte auf der Skala. ) Später dann das DI dazu aber auch das mehr oder weniger nur in den Werkseinstellungen. Viel Erfolg!

      Antworten

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